Die Körper wären nicht schön,
wenn sie sich nicht bewegten.
Zitat: Johannes Kepler
Ein Überblick über die astronomischen Hotspots in Österreich
Während seines Aufenthalts in Linz schuf Kepler zahlreiche Werke,[1] die er größtenteils auch hier drucken ließ. Die wichtigsten sind hier nach ihrem Erscheinungsjahr angeführt:
Bericht vom Geburtsjahr Christi (Druck in Straßburg 1613)
Die Rudolphinischen Tafeln konnten aufgrund eines Brandschadens im Hause des Buchdruckers Johannes Planck in der Lederergasse Nr. 8 nicht in Linz gedruckt werden und so verließ Kepler mit seiner Familie im November 1626 Linz, um in Ulm den Druck dieses gewaltigen Werkes in Auftrag zu geben.
Kepler hatte vierzehn Jahre in Linz verbracht, so lange wie in keiner anderen Stadt. Hier hat er „wie an keinem anderen Ort als vielseitiger mathematischer Wissenschaftler und Naturphilosoph gewirkt, zum eigenen Ruhm und zur besonderen Ehre des Landes ob der Enns.“[2] Dass er sich in dieser Stadt wohlgefühlt hat kommt in einigen Briefen zum Ausdruck, in denen er mehrmals von seiner zweiten Heimat bzw. von seinem zweiten Vaterland spricht.
Die fehlende Zeit von Oktober 1620 bis Oktober 1621 verbrachte Kepler wegen des Hexenprozesses seiner Mutter in seiner Heimat Württemberg.
Diese drei Gebäude
haben alle bisherigen Katastrophen und Kriege überstanden und sind heute als
historische und denkmalgeschützte Häuser in Linz zu bewundern.
Die Entdeckung des 3. Wohnsitzes wurde zeitgleich mit der Veröffentlichung des neuen Kepler-Buches von Erich Meyer bekannt gegeben.
Das Buch wurde von Frau Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt extra für das Keplerjubiläum 2021 *),
in ihrer Reihe "Geschichte der Naturwissenschaft und Technik" herausgegeben.
Titel des Buches:"Auf den Spuren Johannes Keplers", Verlag: tredition; ISBN 978-3-347-28158-5
Eine aktuelle Buchbesprechung dazu finden sie in der Online-Oktoberausgabe der WEGA auf Seite 2
*) vor 450 Jahren, am 27. Dezember 1571, wurde Johannes Kepler in Weil der Stadt in Württemberg geboren.
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